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Der Kölner Federball Club Blau Gold e.V. 1956 (KFC) besteht mittlerweile seit über 55 Jahren und gehört damit zu den ältesten und traditionsreichsten Vereinen  in Deutschland.
Einige Jahre spielte er in der höchsten deutschen Spielklasse und gehörte zur nationalen Spitzenklasse.
Die Kölner Badminton-Stadtmeisterschaften in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden von keinem anderen Verein so bestimmt wie vom KFC.
Bei den Senioren konnte 1963 von Marlies Voit die erste Deutsche Meisterschaft nach Köln geholt werden. In der Zeit von 1976 bis 1981 dominierten die Schüler und Jugendlichen des KFC das nationale Geschehen. Uwe Scherpen, Axel Schönfelder, um nur einige zu nennen, holten diverse deutsche Meisterschaften – auch mit der Jugendmannschaft – zum KFC.
Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Kontakte zu inländischen und ausländischen Mannschaften geknüpft und Freundschaften geschlossen die auch heute noch gepflegt werden.
 
Der WDR-Film zum 10 jährigen Vereinsjubiläum 1966 -der unter Download gesehen werden kann- vermittelt sehr schöne Eindrücke aus dieser Zeit.

Welche Bedeutung der KFC für die Kölner- und für die nationale Badmintonszene hat, wird aus den nachfolgenden Ausführungen deutlich.
Im Jahr 1956 treffen sich jeden Samstagabend einige Freunde im Saal Schneider in Köln-Ossendorf um Federball zu spielen. Es sind dies die Herren Walter Paulus, Manfred Fischer, Herbert Graßmann, Richard Heinz, Friedrich-Wilhelm Müller und Horst Bettenworth. Alle sind aktive Motoballer und gehörten dem 1. Moto-Fußballclubs Köln ( 1. MFC) an. Mit dem Spielregelheft in der Hand wird sich mit den nicht ganz einfachen Spielregeln vertraut gemacht. Manfred Fischer organisiert diese zunächst lockere Zusammenkunft und auf seine Initiative wird im Juli 1956 die Badminton-Abteilung des 1. MFC ins Leben gerufen.
Am 01.09.1956 wird der Verein als Mitglied in den Landeverband NW aufgenommen. Er bekommt die laufende Mitgliedsnummer 42. Unter diesem Namen, der allen Mannschaften, gegen die in der Verbandsrunde Kreis Süd II 1956/57 erstmals gespielt wird, Rätsel um dessen Bedeutung aufgibt, beginnt der Verein zu wachsen. Federball ist ein großer Modesport, die Mannschaften in der Region sind allerdings noch recht übersichtlich. Die ersten Gegner des 1. MFC sind neben dem 1. CFB Köln I die Mannschaften 1. DBC Bonn II, Siegburg 04 II, TV Godesberg II und BAT Bergisch Gladbach II.
Im Juni 1957 finden im Rahmen der „Vaterstädtischen Festspiele“ die ersten Kölner Badminton-Stadtmeisterschaften statt. Organisiert werden diese von unserem 1. Vorsitzenden Manfred Fischer im Rahmen seiner Funktion als Vertreter der Kölner Badmintonvereine beim Zweckverband für Leibesübungen.
Noch im Jahr 1957 gründet die Badmintonabteilung des 1. MFC einen selbständigen Verein mit dem Namen „Kölner Federballclub (KFC)“. Diese Namensgebung erweist sich als außerordentlich glücklich. Das Wort Badminton hat bisher noch nicht Einzug gehalten in den allgemeinen Sprachgebrauch. Federball ist aber vielen bekannt. Die Mitgliederzahl wächst sprunghaft. Wimpel und Symbole sind in dieser Zeit nicht wegzudenken. So auch für den KFC. Der Dom und das Kölner Stadtwappen, das sind Symbole, die bis heute in unserem Emblem enthalten sind. Das damalige Vereinsemblem hatte aber die Farbe Schwarz-Weiß.

1958 spaltet sich vom KFC eine Gruppe ab, die dann im September 1958 den Verein Schwarz-Weiß Köln gründet. Der Verein bekommt in NRW die Nr. 99. Der bisherige Sparten bzw. Vereinsleiter Manfred Fischer wechselt ab dem 08.12.58 zu Schwarz-Weiß Köln.

Die Initiatoren dieses neuen Vereines haben sich bei der Namensgebung offensichtlich von der Farbe unseres Vereinsemblems inspirieren lassen. Diese Farbe tauchte in den Folgejahren bei uns nicht mehr auf.

1960 holen wir erstmals einen Seniorentitel. Marlies Langenbrink vom KFC wird Stadtmeisterin im Damendoppel mit ihrer Partnerin Rosemarie Scherpen, ebenfalls vom KFC. Der KFC wird mit seinen Teilnehmern/innen die Kölner Stadtmeisterschaften für die nächsten Jahre bestimmen.
Die Situation bei den Vereinen in Köln ist in diesen Jahren noch sehr in Bewegung. Bei SW Köln kommt es zu Absplitterungen. Aus den Reihen von SW Köln bildet sich eine Gruppe, die am 10.08.1961 in einer Gründungsversammlung den „Badminton Club Blau Gold Köln e.V. aus der Taufe hob. Zum Teil bestand diese Gruppe aus den früheren Abwanderern des KFC.
1962 spielt der KFC mit seiner 2. Mannschaft im Bezirk Süd IIa (vgl. Bezirksklasse) und mit der 1. Mannschaft sensationell in der höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga West. Trainer Bruno Scherpen hatte mit Geduld und Können die Mannschaft dorthin gebracht. Im 1. Spiel der Saison 62/63 gibt es zwar eine 2:5 Niederlage gegen den 1. BC Beuel, die Presse zeigt sich aber verwundert über die Siege des 1. Herreneinzels Horst Schmitz gegen den ehemaligen deutschen Meister Walter Stuch und von Marlies Langenbrink gegen die hoch eingeschätzte Lore Hawig.

1963, den größten sportlichen Erfolg, den bis dahin ein Mitglied des Vereins verbuchen konnte, hat Marlies Langenbrink. Mit ihrer Partnerin Gerda Schumacher aus Bonn holt sie die deutsche Meisterschaft im Damendoppel gegen die beiden Krefelderinnen Latz/Hoffmann beim Turnier in Barsinghausen nach Köln.
Am 06.05.1963 wird in der Hauptversammlung die Fusion des KFC mit dem Badminton Club Blau-Gold Köln beschlossen. 42 zusätzliche Spielerinnen und Spieler stoßen nun zum KFC. U.a. auch Oswald Fortmann, der später noch viele Funktionen beim KFC übernehmen wird.
Der Verein heißt nun „Kölner Federball Club Blau Gold e.V.“. Im Vorfeld ist in beiden Vereinen über die Fusion heiß und kontrovers diskutiert worden. Nach der Fusion ist diese aber niemals mehr in Frage gestellt worden.
Im August 1963 steht Marlies Langenbrink an Nr. 6 der deutschen Rangliste.

Fusioniert und gestärkt schafft die 1. Mannschaft in der Saison 63/64 ohne Punktabgabe wieder den Aufstieg in die Oberliga. Die 2. Mannschaft wird im Bezirk Süd IIa Tabellen zweiter hinter Schwarz-Weiß Köln I. Die 3. Mannschaft schafft immerhin noch den rettenden drittletzten Platz in der Kreisklasse Süd IIa. Es weht ein sportlicher Wind.

Als es darum geht die deutschen Meisterschaften 1964 auszurichten, bewerben sich die 5 Badmintonvereine als Stadtverband für diese Veranstaltung und bekommen vom DBV den Zuschlag. Nun müssen sich die Verantwortlichen kräftig ins Zeug legen und ein für Aktive und Zuschauer attraktives Programm zu gestalten. Mit bei den Verantwortlichen ist auch unser Präsident F.W. Müller. Die 12. deutschen Badmintonmeisterschaften konnten kommen. Mit einem Empfang im Kölner Rathaus begannen am 24.04.1964 die drei großen Tage von Köln. Zu den Endspielen der 12. Deutschen Nationalen Badmintonmeisterschaften am 26.04.1964 kommen in die Sporthalle Everhardstraße über 1000 Zuschauer. Da die Tribüne zu klein für dieses Zuschauervolumen ist, werden Stühle neben die Plätze gestellt.
Vom KFC nehmen mit der gerade frisch verheirateten Marlies Voit * Langenbrink und Horst Schmitz 2 Mitglieder des KFC teil. Marlies Voit wird Vize Deutsche Meisterin im Damendoppel, erneut mit ihrer Partnerin Gerda Schuhmacher. Horst Schmitz verliert erst in Runde 3 gegen den insgesamt erfolgreichsten Spieler und Herreneinzelendspielteilnehmer Friedhelm Wulff vom VFL 48 Bochum. Die Meisterschaften sind für Köln ein toller Erfolg.

Im Juni 1964 ist Marlies Langenbrink nun schon auf Platz 3 In der DBV Rangliste vorgerückt.
01.06.1964, Norbert Darius tritt dem KFC bei. Norbert wird viele Jahre später zum 1. und bislang einzigen Ehrenvorsitzenden ernannt.

1965
steigt unsere 1. Mannschaft nach einer spektakulären Saison und einer Entscheidung am grünen Tisch aus der Oberliga ab und schafft 1966 sofort den Wiederaufstieg in die höchste Klasse.
Diesmal kann in der Saison 1966/67 die Klasse gehalten werden. Sicherlich spektakulär in dieser Saison die Leistung unserer Nr 1 Horst Schmitz. Er gewinnt gegen den Nationalspieler Roland Maywald vom 1. BC Beuel glatt in 2 Sätzen, schlägt den vielfachen Nationalspieler Friedhelm Wulff vom VFL 48 Bochum und besiegt ganz nebenbei den deutschen Meister Wolfgang Bochow vom 1. DBC Bonn in 3 Sätzen.
Horst ist in dieser Saison vielleicht der Top Spieler in Deutschland.
Er wird für die kommende Spielzeit vom 1. DBC Bonn abgeworben, der deutsche Meister und spätere Europameister Wolfgang Bochow hatte ihn zu seinem Doppelpartner auserkoren.
Host schafft es leider nicht mehr an die Leistungen dieser Saison anzuknüfen und kehrt später über Umwege zum KFC zurück. 1973 wagt er nochmals einen kurzen Abstecher in die Bundesliga zum TV Merscheid.

02.05.1972, Uwe Scherpen wird beim KFC angemeldet. Dafür wechselt am 01.06.1972 unsere erfolgreichste Spielerin Marlies Voit zum 1. CFB Köln.
1979 werden unsere Schüler um das Team von Axel Schönfelder deutscher Mannschaftsmeister………………

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Historie des Kölner Federball Club Blau-Gold e.V. 1956. Wer Interesse an weitergehenden Informationen hat, wendet sich bitte per Mail an thomas.plep@kfcbg.de.
Thomas hat inzwischen ein dickes Buch über den KFC erarbeitet und Jahr für Jahr kommen weitere Kapitel hinzu.